Aktuelle Termine


Fr 22. November
Freies Tanzen in
Bad Grönenbach

Wegmannhof, Haitzen 7
19:15 - ca. 21:15 Uhr
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So 24. November
Freies Tanzen am Morgen
Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
10:00 - 12:00 Uhr
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Fr 29. November
Freies Tanzen
in Immenstadt

Ev. Pfarrheim, Mittagstr. 
20:00 - ca. 22:00 Uhr
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Sa 30. November
TranceDance
"Dance4DrumsBeats"

Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
19:00 - 21:00 Uhr
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So 01. Dezember
Freies Tanzen am Morgen
Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
10:00 - 12:00 Uhr
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Sa 7. Dezember
Contact-DanceImpro & Jam
Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
19:00 - 21:00 Uhr
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So 08. Dezember
Freies Tanzen am Morgen
Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
10:00 - 12:00 Uhr
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So 08. Dezember
TranceDance
"Dance4DrumsBeats"

Ulm, 
Turnhalle
Illerblick Walldorfschule,
Unterer Kuhberg 22
19:00 - 21:00 Uhr
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Fr 13. Dezember
Freies Tanzen
in Immenstadt

Ev. Pfarrheim, Mittagstr. 
20:00 - ca. 22:00 Uhr
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So 22. Dezember
Freies Tanzen am Morgen
Kempten,
Karatehalle, 
Aybühlweg 71
10:00 - 12:00 Uhr
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Do 26. Dezember
Freies Tanzen in
Bad Grönenbach

Wegmannhof, Haitzen 7
19:15 - ca. 21:15 Uhr
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Sa 28. und
So 29. Dezember

Special
Workshop Achtsamkeit -
Meditation - Tanz /
Zeit für Dich

Ev. Pfarrheim, Mittagstr. 
11:00 - ca. 17:00 Uhr
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Di 31. Dezember
Special
Tanz ins Neue Jahr 2020

Ev. Pfarrheim, Mittagstr. 
19:30:00 - ca. 1:30 Uhr
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Mi 1. Januar
Special
Tanzmeditation zum Jahresbeginn,
mit sharing-Mittagessen

Ev. Pfarrheim, Mittagstr. 
11:00:00 - ca. 14:00 Uhr
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Achtsamkeit

- Ganz im Hier und Jetzt

Fünf Dinge auf einmal tun zu können, dafür gibt es einen Begriff, der in der Berufswelt positiv besetzt ist: Multitasking. Wer dazu fähig ist, kann z.B. – während er eine Banane isst - einen Brief schreiben, nebenher ein Telefongespräch von seinem Kollegen verfolgen und gleichzeitig daran denken, was es zum Abendessen geben könnte.
Mit einem solchen Verhalten kann man durchaus eine Zeitlang erfolgreich sein, allerdings bleibt dabei vieles auf der Strecke!
Viele Menschen erleben, dass sie schon bei geringen Anlässen die Fassung verlieren, nach Auseinandersetzung innerlich noch lange grollen, nicht aufhören können zu grübeln. Sie sind fast zwanghaft damit beschäftigt , Pläne zu machen. Sie fühlen sich gehetzt, gestresst und so als rausche das Leben an ihnen vorbei.
Achtsamkeit ist ein direkter Weg zu unserem inneren Erleben. Wir richten dabei die Aufmerksamkeit auf die häufig noch unklaren Empfindungen in unserem Körper, die zu jedem Thema, jeder Situation auftauchen können. Schenken wir diesen Empfindungen sanfte, absichtslose Aufmerksamkeit, können sie sich öffnen und uns tiefer verborgene, überraschende Bedeutungen zeigen, die das Thema für uns hat.

„ Warum bist du eigentlich so gelassen?" fragt der Schüler seinen Meister. Der
Meister antwortet. „Wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich
und wenn ich laufe, dann laufe ich.„
„Aber das tun doch alle", sagt der Schüler darauf.
„Eben nicht!" lautet die Antwort des Meisters. „Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon und wenn ihr lauft – dann seid ihr schon am
Ziel.„

Dieser Spruch zeigt nicht nur wie schwierig es ist, ganz bei dem zu sein, was man
tut, sondern auch, welche Auswirkung es haben kann, wenn das gelingt: Gelassenheit.

"Diese Art der Aufmerksamkeit macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben
aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke
nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem
Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die
Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern... Achtsamkeit ist
eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des
Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung
zu bringen."
Das Zitat stammt von dem Molekularbiologen Professor Jon Kabat-Zinn. Vor rund 25 Jahren hat er mit seinen Mitarbeitern an der Universität von Massachusetts ein neues Trainingsprogramm entwickelt, um Stress und Schmerzen abzubauen. Es wird inzwischen an über 250 Kliniken und Gesundheitszentren in den USA angewandt und ist wissenschaftlich anerkannt.
Das Konzept der „Achtsamkeit in der Therapie„ stößt in den letzten Jahren auch in Europa auf zunehmendes Interesse. Man kann schon fast von einem neuen Schlüsselbegriff in der Psychotherapie sprechen.
Das Anliegen von Jon Kabat- Zinn ist, diese Praxis den Menschen, die in Amerika durch die Maschen des Medizinprogramms gefallen sind, also v.a. chronisch Kranke, das zur Verfügung zu stellen. Er sagte einmal, das sei ein Programm „for the hardest ones„. Interessant ist, dass wir auch in Europa die Erfahrung machen, dass die, die am meisten belastet sind, die schon von
Pontius zu Pilatus gelaufen sind, von Arzt zu Arzt und keiner konnte helfen, am meisten profitieren von den Übungen.
Studien der Universität Freiburg belegen, dass ein Achtsamkeitstraining bei verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, chronischen Schmerzen, Krebs und Depressionen hilfreich sein kann. Positive Ergebnisse liegen auch bei Angst- und Panikattacken vor.

Wie zentral Achtsamkeit für das Leben ist, wird deutlich, wenn man sich klar macht, was Unachtsamkeit bedeutet. Wer unachtsam ist, wird nicht bemerken, dass der Himmel voller Wolken hängt und deshalb den Regenschirm vergessen.

Wer unachtsam ist, wird die Signale seines Körpers übersehen und weit über die Kraft arbeiten. Er wird nicht wahrnehmen, dass sein Partner immer weniger von sich preisgibt und möglicherweise völlig überrascht sein, wenn der sich irgendwann trennen möchte. Und die meisten Unfälle im Haushalt passieren, weil man mit den Gedanken nicht bei der Sache war.

Es ist wichtig folgende Momente zu erfassen:
- Ich verschütte oder zerbreche oft Dinge, weil ich in Gedanken woanders bin.
- Ich vergesse Namen von Personen, kaum dass sie mir vorgesellt worden sind.
- Ich esse manchmal Süßigkeiten, ohne es zu merken.
...Und so weiter, und so fort.

Wir erleben unendlich viele Situationen mehr oder minder achtlos und nebenbei. Weil sie Routine sind oder wir sie nicht für wichtig halten, weil wir gerade an etwas anderes denken, aufgeregt oder traurig sind, weil wir uns in Erinnerungen verlieren oder Pläne schmieden. Das ist zu einem gewissen Maß ganz normal.
Die Frage ist, wie viel wir überhaupt noch bewusst erleben, oder ob unsere Gedanken insgesamt viel mehr in die Vergangenheit oder Zukunft schweifen als in der Gegenwart zu sein.
Achtsamkeit ist die Fähigkeit unseres Bewusstseins ganz im Moment zu sein, den
Moment wahrzunehmen so wie er ist über alle Sinne und das auch zu akzeptieren,
was wir erfahren.

Zu akzeptieren, was wir erfahren -es nicht zu bewerten!?
Sollen wir akzeptieren, wenn uns der Chef anbrüllt, sollen wir die Hände in den Schoß zu legen, wenn wir sehen, dass jemand in der U-Bahn drangsaliert wird?
Natürlich nicht. Im Gegenteil.
Durch Achtsamkeitsübungen werden wir erst richtig wach für das, was um uns geschieht. Wir können dann umso entschiedener und klarer reagieren. Wir müssen nicht mehr zwangläufig in die Luft gehen, wenn jemand im Zug neben uns zu laut Walkman hört; wenn uns die Straßenbahn vor der Nase davongefahren ist. Oder wenn sich beim Einkaufen jemand vordrängt. Wir haben/ gewinnen die Freiheit zu wählen. Ob wir uns beschweren wollen, ob wir freundlich darum bitten wollen, etwas zu ändern, ob wir die Sache auf sich beruhen lassen. Wir haben die Wahl und können aus der Ruhe heraus reagieren.

Achtsamkeit ist in jedem von uns, wir müssen ihr nur Raum geben und sie pflegen, wie ein Samenkorn, dass zur Blüte wächst.

„ Von Moment zu Moment„
Dass es gut tut, sich jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für sich zu nehmen, leuchtet sofort ein. Aber was soll so gut daran sein, simple Alltagsverrichtungen wie Kartoffelschälen achtsam zu tun?
Was habe ich z.B. davon, wenn ich einen Apfel ganz und gar aufmerksam esse?

Wenn wir Achtsam sind, sind wir nicht so in Gedanken verloren und haben dadurch mehr
Energie wahrzunehmen was jetzt ist. Wir sind wacher, erfrischter. Wir nehmen insgesamt mehr wahr und Dinge die uns früher selbstverständlich erschienen - dass wir mit der Hand z.B. automatisch zum Mund finden, erscheinen dann manchmal wie so ein kleines Wunder: Wieso weiß der Körper wie das geht!

Ganz wichtig neben angeleiteten Übungen ist auch die sogenannte Alltagsmeditation. Hier geht es darum, das was man gerade tut, aufmerksam und mit allen Sinnen wahrzunehmen.
Nehmen wir neutrale Situationen wie Duschen, Zähneputzen: Wahrnehmen, wie stehe ich, wie atme ich, also zu versuchen, die Aufmerksamkeit in die Gegenwart zu bringen. Das Gleiche auch wenn ich mich einöle, Geschirr spüle oder Treppen steige. Es ist immer gut, wenn man sich auf eine Sache konzentriert, z.B. für eine Woche lang.
Das klingt banal, ist aber eine ausgesprochen schwierige Übung: Denn normalerweise schießen
uns tausend Gedanken durch den Kopf, sobald wir etwas tun was nicht ohnehin unsere volle Konzentration erfordert

Wer - wie im Beispiel am Anfang , eine Banane isst und außerdem einen Brief schreibt und an das Abendessen denkt, der wird irgendwann die Bananenschale in der Hand halten, ohne überhaupt gemerkt zu haben, was er gerade gegessen hat.
Wie anders ist der Genuss, wenn man sich die Frucht genau anschaut, spürt, wie schwer sie ist, wie glatt und kühl sie sich anfühlt, den Widerstand der Schale beim öffnen wahrnimmt, spürt, wie weich das Fruchtfleisch beim Zubeißen nachgibt und wie süß es auf der Zunge zergeht.

Achtsamkeit bedeutet mehr als nur bewusst genießen zu lernen. Sie ist die Kunst, feine Unterschiede wahrzunehmen, kleinste Veränderungen zu erkennen, sich nicht auf Gewohnheiten und Vorurteile zu verlassen, sondern immer wieder neu hinzuschauen.
Wenn sich die Gedanken in der Zukunft oder der Vergangenheit befinden, können wir nicht präsent sein – das Leben an uns rauscht vorbei, ohne gelebt zu werden.

Achtsamkeit entsteht häufig da, wo man mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert ist: Durch eine schwere Krankheit zum Beispiel oder den Verlust eines geliebten
Menschen. Jeder einzelne Moment wird dann kostbar.

Die achtsame Distanz will erlernt sein und ist nicht zu verwechseln mit Desinteresse oder Gleichgültigkeit. Sie verschiebt nur den Fokus: Zuerst nimmt man lediglich wahr was ist, und was es in mir auslöst - an Körperreaktionen, Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen oder Sorgen. Dann erst überlegt man, ob sich etwas verändern lässt.


Loslassen/ Lösen

"Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Reinhold Niebuhr, amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler

Anderes lässt sich nicht ändern: Ganz deutlich wird das bei Tod, Verlusten und Trennungen. Die können wir letztlich nur hinnehmen, mit allen damit verbundene schwierigen Gefühlen.
Es bewährt sich weder im Großen noch im Kleinen gegen etwas anzukämpfen, was man nicht ändern kann. Kaum etwas löst soviel Stress aus wie Hadern und Groll.
Stress entsteht, wenn z.B. ein guter Arbeitsplatz verloren geht und wir daran festhalten. Wenn eine Beziehung endet und wir daran festhalten entsteht Stress, wenn wir Widerstand aufbauen gegen unangenehme Dinge, die wir nicht ändern können, z.B.wird nebenan eine Strasse gebaut, es ist von morgens bis abends laut, wenn ich mich da auch noch drüber aufrege, entsteht Stress. Vieles können wir nicht ändern.

Achtsamkeit ist: Mitten in einer Situation innezuhalten und wahrzunehmen, was passiert jetzt gerade, welche Gedanken habe ich, wie atme ich, was fühle ich, was erinnere ich usw. Nur dadurch dass wir innehalten und das wahrnehmen habe wir eine Chance zu Veränderung und raus zukommen aus unserem gewohnheitsmäßigen Verhalten, vielleicht noch hektischer zu werden oder es noch perfekter machen zu wollen – also: Achtsamkeit ist der Königsweg zur Stressbewältigung.

Gewohnheiten und Routine erleichtern das Leben. Aber sie können auch den Blick verstellen, uns stumpf machen und unempfänglich. Und uns dadurch hindern, mehr zu erleben als das, was wir ohnehin schon kennen. Meister in den unterschiedlichsten Disziplinen ruhen sich nicht auf dem aus, was sie mühelos beherrschen, sondern bleiben wach und achtsam. Eine solche Haltung ist die beste Stressprophylaxe.
Was können Sie durch Achtsamkeit lernen?
mit sich selbst in Kontakt zu kommen und auf Ihre innere Stimme zu hören
einen sanften und effektiven Weg, neue Antworten auf anstehende Fragen zu finden
Entscheidungen treffen, die mit dem inneren Erleben übereinstimmen
kreative Schritte in sich selbst finden, um Probleme zu lösen
eine freundliche Beziehung zu sich selbst haben
Emotionale Intelligenz

Was Sie erwartet:
Hintergrundwissen zur Stressentstehung, sowie zur Stressbewältigung.
Körperwahrnehmungsübung und Meditationen werden erfahren und erlernt, die zuhause geübt und wiederholt werden können.
Wir erleben den Körper bewußt, von den Zehen bis zum Scheitel. Sie nehmen wahr, wie es sich in diesem Moment anfühlt, ohne etwas zu bewerten, ohne etwas zu verändern. So gelingt es uns, immer mehr uns anzuvertrauen und zu entspannen.
Wir sind Zeugen und werden bezeugt.Im Austausch teilen wir unsere Erlebnisse und Erkenntnisse miteinander.

Mit dem Tun entsteht dieses Wohlgefühl des sich selbst Annäherns, Verstehens und Annehmen, was gerade ist. Eine Veränderung spüren wir rasch, und auch unsere Umgebung nimmt diese positive Veränderung wahr.

Sich in Achtsamkeit üben bedeutet, die Erfahrungen des Hier und Jetzt mit Offenheit und Akzeptanz anzunehmen, Erwartungen fallen zu lassen und Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen anzunehmen und – ohne diese zu bewerten – mit innerem Abstand zu betrachten.

Wir üben uns in Achtsamkeit, um Abstand zu den eigenen Emotionen und Gedanken zu gewinnen. Nicht um sie zu bekämpfen, nicht um sie zu verleugnen oder wegzuschieben, aber um ein wenig Distanz zu der inneren Welt zu bekommen und wieder Herr der Lage zu werden. Hierdurch vertieft sich die Fähigkeit, achtsamer durch das Leben zu gehen und sich vor Streß besser schützen zu können.